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PV-Anlage erweitern: Wie ein Büromöbelhersteller weitere 39.200 € jährlich einsparen kann

Eine Photovoltaikanlage mit 400 kWp, die sich in weniger als vier Jahren amortisiert hat – eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Doch für einen bekannten österreichischen Büromöbelhersteller stellte sich die Frage: Ist damit das wirtschaftliche Potenzial bereits ausgeschöpft?

PV-Anlage erweitern: Wie ein Büromöbelhersteller weitere 39.200 € jährlich einsparen kann

KI-generiertes Symbolbild.

Eine Analyse mit EcoRay360 zeigt, wie sich durch die richtige Kombination aus PV-Erweiterung und Stromspeicher jährlich weitere rund 39.200 Euro an Energiekosten einsparen lassen.

Eine gute Ausgangslage – aber noch nicht das Optimum

Bereits vor vielen Jahren investierte das österreichische Produktionsunternehmen in eine Photovoltaikanlage mit 400 kWp Leistung. Die Investition hat sich bewährt: Die Anlage arbeitet zuverlässig und amortisierte sich innerhalb von weniger als vier Jahren.

Nun denkt das Unternehmen über die Weiterentwicklung seiner Energieversorgung nach. Doch welche Investition ist wirtschaftlich sinnvoll? Soll die bestehende PV-Anlage erweitert werden? Würde ein Stromspeicher mehr bringen? Oder ist eine Kombination aus beidem die bessere Entscheidung?

Um diese Fragen fundiert zu beantworten, beauftragte das Unternehmen EcoChange Consulting mit einer Analyse seines Energiesystems.

Die Ausgangssituation:

  • 400 kWp bestehende Photovoltaikleistung
  • rund 397.000 kWh jährliche PV-Erzeugung
  • rund 725.000 kWh jährlicher Stromverbrauch
  • 37 % bisheriger Autarkiegrad
  • rund 105.000 Euro jährliche Stromkosten in der Planungsbasis – bereits unter Berücksichtigung der Bestands-PV

Die bestehende Anlage leistet also bereits einen erheblichen Beitrag zur Energieversorgung. Gerade deshalb muss jede weitere Investition sorgfältig auf ihren zusätzlichen wirtschaftlichen Nutzen geprüft werden.

Elf Szenarien – drei konkrete Investitionsstrategien

Auf Basis der übermittelten Lastprofile und Stromabrechnungen analysierte EcoChange Consulting mit dem Simulationstool EcoRay360 die Energieflüsse und wirtschaftlichen Möglichkeiten des Standorts.

Insgesamt wurden elf unterschiedliche Szenarien berechnet. Daraus wählte EcoChange drei besonders interessante Investitionsstrategien für die Präsentation beim Unternehmen aus.


Schnellste Amortisation

Ausgewogene Variante

EcoChange Empfehlung


Zusätzliche PV

Schnellste Amortisation

-

Ausgewogene Variante

545 kWp

EcoChange Empfehlung

250 kWp


Batteriespeicher

Schnellste Amortisation

206 kWh

Ausgewogene Variante

333 kWh

EcoChange Empfehlung

261 kWh


Investition

Schnellste Amortisation

67.664 €

Ausgewogene Variante

467.400 €

EcoChange Empfehlung

255.580 €


Amortisation

Schnellste Amortisation

6,2 Jahre

Ausgewogene Variante

6,9 Jahre

EcoChange Empfehlung

6,5 Jahre

Die drei Varianten verdeutlichen, wie unterschiedlich die wirtschaftlichen Ziele sein können.

Mit einem zusätzlichen Speicher von 206 kWh ließe sich das bestehende System vergleichsweise kostengünstig weiterentwickeln. Diese Variante bietet die schnellste Amortisation.

Die ausgewogene Variante sieht dagegen einen erheblich größeren PV-Ausbau vor. Sie erzielt eine höhere absolute Energiekosteneinsparung, erfordert allerdings auch eine deutlich größere Investition.

Die Empfehlung von EcoChange liegt dazwischen: ein gezielter Ausbau der Photovoltaik, kombiniert mit einem passend dimensionierten Speicher.

Die Empfehlung: 250 kWp zusätzliche PV und 261 kWh Speicher

Für den konkreten Standort empfiehlt EcoChange eine Erweiterung der PV-Anlage um 250 kWp auf insgesamt 650 kWp sowie die Integration eines Stromspeichers mit 261 kWh Kapazität.

Das berechnete Ergebnis:

  • rund 39.200 Euro zusätzliche Energiekosteneinsparung pro Jahr
  • 6,5 Jahre Amortisationszeit
  • 56 % Autarkiegrad statt bisher 37 %
  • rund 36 % weniger maximale Netzbezugsleistung


Besonders interessant ist der Vergleich mit der größeren Ausbauvariante: Die empfohlene Lösung benötigt nur etwas mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens und amortisiert sich laut Simulation sogar etwas schneller.

Die Entscheidung fällt also nicht automatisch zugunsten der größten Anlage. Entscheidend ist, welche Kombination aus Investition, Energieeinsparung und betrieblichem Nutzen zu den wirtschaftlichen Zielen des Unternehmens passt.

Auch das Unternehmensergebnis profitiert

Die wirtschaftliche Wirkung geht über niedrigere Stromrechnungen hinaus.

Eine ergänzende kaufmännische Berechnung berücksichtigt eine Abschreibungsdauer von 13 Jahren sowie Zinskosten von 5 % pro Jahr.

Unter diesen Voraussetzungen ergibt sich nach Erreichen der Amortisation ein zusätzlicher jährlicher Ergebnisgewinn von rund 20.000 Euro. Nach Ablauf der 13-jährigen Abschreibungsdauer steigt dieser laut Berechnung auf rund 40.000 Euro jährlich.

Damit wird die Weiterentwicklung der Energieversorgung nicht nur zu einer technischen, sondern vor allem zu einer betriebswirtschaftlichen Entscheidung.

Warum auch bestehende PV-Anlagen regelmäßig überprüft werden sollten

Das Beispiel zeigt, dass eine bereits amortisierte Photovoltaikanlage nicht zwangsläufig das Ende der energetischen Optimierung bedeutet.

Im Gegenteil: Veränderte Stromtarife, neue Speichertechnologien, betriebliche Lastspitzen und zusätzliche Verbraucher können die Wirtschaftlichkeit einer Erweiterung wesentlich beeinflussen.

Dabei muss nicht immer die gesamte Energieversorgung neu geplant werden. Oft geht es darum, bestehende Investitionen durch gezielte Ergänzungen wirtschaftlich besser zu nutzen.

Der entscheidende Schritt ist die Analyse vor der Investition. Erst wenn Verbrauch, Eigenerzeugung, Speicherbedarf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gemeinsam betrachtet werden, lassen sich unterschiedliche Erweiterungsstrategien sinnvoll vergleichen.

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