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Eine Brauerei in Niederösterreich steht seit Generationen für regionales Bier, Qualität und Tradition. Mit der Übernahme durch drei Unternehmer aus dem Weinviertel beginnt nun ein neues Kapitel – eines, das Braukunst mit modernster Energietechnik verbindet.
Denn eines war den neuen Eigentümern von Beginn an klar: Wer heute in die Zukunft investiert, muss neben Qualität und Regionalität auch die Energiekosten langfristig im Griff haben. Aus einer traditionsreichen Brauerei soll ein ebenso nachhaltiger wie wirtschaftlich erfolgreicher Betrieb entstehen. Grünes Bier wird damit noch grüner.
Über einen langjährigen Elektrotechnik-Partner kam der Kontakt zu EcoChange Consulting zustande. Gemeinsam wurde beschlossen, nicht einfach eine Photovoltaikanlage zu errichten, sondern den gesamten Standort im Rahmen eines Energiekonzepts 2030+ zu analysieren und neu auszurichten.
Zuerst analysieren – dann investieren
Viele Unternehmen beginnen ihre Energieprojekte mit der Frage: "Wie groß soll unsere Photovoltaikanlage werden?" Bei Hubertus Bräu lautete die erste Frage hingegen: "Wie sieht unser optimales Energiesystem der nächsten 20 bis 25 Jahre aus?" Dafür wurden sämtliche Energieflüsse untersucht.
Die Ausgangssituation:
- 789.000 kWh jährlicher Stromverbrauch
- rund 147.000 Euro Stromkosten
- maximale Lastspitze von 370 kW
Anschließend simulierte EcoChange zwölf verschiedene Zukunftsszenarien, um die technisch und wirtschaftlich beste Lösung zu finden.
Nicht die größte Anlage gewinnt
Die Simulationen zeigten eindrucksvoll, dass weder die größte Photovoltaikanlage noch der größte Stromspeicher automatisch die wirtschaftlichste Lösung darstellen.
Deshalb wurden drei unterschiedliche Strategien entwickelt:
- maximale Energieeinsparung,
- schnellste Amortisation,
- ausgewogene Gesamtlösung.
Erst danach fiel die Entscheidung für jene Variante, die Investitionskosten, Einsparungen und Betriebssicherheit optimal miteinander verbindet.
Die Empfehlung: Ein intelligentes Energiesystem
Empfohlen wurde eine Kombination aus:
- 575 kWp Photovoltaik
- 430 kWh Stromspeicher
- intelligentem Reisenbauer EnergyOS
- Lastspitzenmanagement
- zentralem Energie-Monitoring
Damit lassen sich
- jährlich rund 77.000 Euro an Energiekosten einsparen
- 51 % Energieautarkie erreichen
- die Netzspitzen von 370 auf 230 kW reduzieren
- pro Jahr etwa 245 Tonnen CO₂ vermeiden
Die Investition beträgt rund 454.000 Euro und amortisiert sich bereits nach rund 5,9 Jahren.
Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsvorteil
Für die neuen Eigentümer bedeutet das Projekt weit mehr als geringere Stromkosten. Die Brauerei wird unabhängiger von zukünftigen Strompreisschwankungen, reduziert ihren CO₂-Fußabdruck deutlich und stärkt gleichzeitig ihre regionale Wertschöpfung.
Das Energiekonzept denkt weiter
Das Energiekonzept endet nicht mit der ersten Ausbaustufe. Bereits vorgesehen sind weitere Entwicklungsmöglichkeiten:
- PV-Carport mit Ladeinfrastruktur,
- intelligentes Lademanagement,
- Dachsanierung und Dachbeschichtung,
- Optimierung eines zweiten Standortes.
Damit entsteht kein Einzelprojekt, sondern eine langfristige Energie-Roadmap für die gesamte Unternehmensgruppe.
Fazit
Diese Brauerei zeigt eindrucksvoll, wie Tradition und Innovation zusammenpassen. Während das Brauhandwerk über Generationen weitergegeben wird, sorgt moderne Energietechnik dafür, dass der Betrieb auch wirtschaftlich für die kommenden Jahrzehnte bestens aufgestellt ist.
Denn die Zukunft gehört nicht den größten Photovoltaikanlagen oder den größten Stromspeichern. Sie gehört intelligenten Energiesystemen. Und manchmal entstehen daraus Geschichten, die man mit einem Satz zusammenfassen kann: Grünes Bier wird jetzt noch grüner. 🍺🌱
Energiekosten senken.
Energieversorgung absichern.
Wir unterstützen Unternehmen bei intelligenten Energielösungen
— gemeinsam mit regionalen Elektrofachbetrieben.